Sportarten für Körperbehinderte
Wer zu den Menschen gehört, die durch eine Krankheit oder einen Unfall eine körperliche Behinderung davon getragen haben, sollte die Chancen nicht unterschätzen, die sich durch den aktiven Sport hinsichtlich des Krankheitsverlaufs und der Beeinflussung verschiedener Symptome ergeben können. Sport bietet die Möglichkeit, sich die verbleibende körperliche Beweglichkeit in vollem Umfang erhalten und weiter ausbauen zu können.
Außerdem sind sportliche Aktivitäten eine der vorhandenen Möglichkeiten, auch weiterhin am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können. Über den Sport werden neue Kontakte geknüpft und Freundschaften geschlossen. Außerdem kann man darüber in einen Erfahrungsaustausch mit anderen Betroffenen treten, der in einem solchen Umfang nicht einmal über Selbsthilfegruppen zu bewerkstelligen wäre.
Hinzu kommt, dass beim Erbringen sportlicher Höchstleistungen Dopamin ausgeschüttet wird. Dopamin gilt als das Glückshormon schlechthin und ein wichtiger Faktor bei der Prävention gegen Depressionen, die bei vielen Menschen in Folge einer akut auftretenden körperlichen Behinderung ausgebildet wird.
Der Behindertensport wird in Deutschland besonders gefördert. Die Landesverbände der Körperbehinderten betreiben zahlreiche Einrichtungen und Sportclubs, in denen man den verschiedenen Sportarten nachgehen kann. Auch die Hersteller der therapeutischen Hilfsmittel haben sich angepasst und bieten inzwischen Sportrollstühle und andere Hilfsmittel an, mit denen den körperbehinderten Menschen der Sport möglich gemacht wird. Hinzu kommt, dass viele Sporteinrichtungen inzwischen komplett barrierefrei gebaut werden.
Dass körperlich eingeschränkte Menschen auch sportliche Höchstleistungen bringen können, das zeigen die Paralympics, die als Pendant zu den herkömmlichen Olympischen Spielen ins Leben gerufen worden sind und an denen sich jedes Mal mehr Sportler beteiligen.