Kraft und Reaktionsvermögen beim Kampfsport
Als Kampfsport werden die Sportarten bezeichnet, bei denen es um Zweikämpfe geht, die ohne technische Hilfsmittel gewonnen werden müssen. Die einzige Ausnahme stellt hier das Boxen dar, wo man zur Reduzierung der damit verbundenen Verletzungsgefahr mit Boxhandschuhen, einem Zahnschutz und bei Jugendlichen oft auch mit einem Kopfschutz arbeitet.
Eine Unterscheidung zwischen der Kampfkunst und dem Kampfsport besteht darin, dass beim Kampfsport der Wettkampf durch einen Schiedsrichter überwacht wird, der auch am Ende über Sieg oder Niederlage entscheidet. Bei einigen Kampfsportarten wird er von zusätzlichen Punktrichtern überwacht, die den Kampf aus einer gewissen Distanz beobachten, während sich der Schiedsrichter im unmittelbaren Umfeld des Geschehens befindet und genauso schnell wie die Kämpfer reagieren muss, wenn er nicht riskieren will, selbst zu Boden zu gehen.
Der in Deutschland typische Vertreter beim Kampfsport ist das Boxen. Hier gibt es zwei Möglichkeiten, den Sieg erringen zu können. Das wäre einerseits durch ein K.O. möglich, bei dem der Gegner handlungsunfähig auf dem Boden liegt und ausgezählt wird. Anderseits kann man auch einen Punktesieg gewinnen. Dabei wird die Zahl der Treffer ausgewertet. Ähnlich Möglichkeiten gibt es auch beim Karate, wo allerdings weniger die Kraft, sondern mehr das Reaktionsvermögen zählt.
Auch Ringen und Judo gehören zum Kampfsport. Im Judo siegt derjenige, der es schafft, seinen Gegner durch bestimmte Griffe handlungsunfähig zu machen. Beim Ringen sagen die Regeln aus, dass derjenige verliert, bei dem es der Gegner schafft, bestimmte Körperteile auf den Boden zu bringen. Eine weitere Siegmöglichkeit besteht beim Sumo Ringen und beim Judo darin, dass man seinen Gegner so abdrängt, dass einzelne Körperteile aus gekennzeichneten Feld des Kampfes herausgehen und den Boden berühren.
Seit einiger Zeit erfreut sich in Europa auch das Wrestling immer größerer Beliebtheit. Hier werden je nach Reglement Elemente vieler Kampfsportarten verwendet. Man sieht Würfe, dessen Grundlagen man aus dem Judo kennt, aber auch Haltegriffe, wie sie beim Ringen ebenfalls verwendet werden. Gezielte Schläge, wie sie aus dem Karate bekannt sind, werden hier ebenfalls eingesetzt.