Die Paralympics – die Weltmeisterschaften für behinderte Menschen

Im Jahr 1948 wurden die ersten internationalen Sportwettkämpfe für behinderte Menschen in England durchgeführt. Sie gelten als der direkte Vorläufer der seit 1960 genau wie die Olympischen Spiele stattfinden Paralympics. Sie wurden anfangs parallel veranstaltet und später nach die eigentlichen Olympischen Spiele gelegt. Auch finden sie seit 1988 in den gleichen Austragungsländern statt. Das hat den Vorteil, dass man die olympischen Anlagen nutzen kann, wenn man schon beim Bau darauf geachtet hat, sie barrierefrei zu planen und zu realisieren.

Zu einem Kuriosum kam es 1996. Dort waren die amerikanischen Bauunternehmer nämlich zu schnell gewesen. Das führte dazu, dass die Paralympics in den bereits zum Teil demontierten Anlagen in Atlanta durchgeführt werden mussten. Interessant ist das deshalb, weil es den Veranstaltern bereits seit 1991 bekannt war, dass sie die Anlagen auch für die Paralympics zur Verfügung stellen müssen, die jeweils einige Wochen nach den Olympischen Sommerspielen stattfinden.

Bisher war Deutschland nur ein einziges Mal der Ausrichter der Sommer Paralympics. Das war im Jahr 1972, als man sich in Heidelberg zur den Wettkämpfen traf. Die nächsten Paralympics Sommerspiele finden 2012 in London und 2016 in Brasilien statt. Die Paralympics Winterspiele werden 2010 in Vancouver und 2014 im russischen Sotschi ausgetragen. Die Sommerspiele umfassen 20 Sportarten, bei den Winterspielen können die Kämpfer in vier Disziplinen antreten.

Geistig Behinderte sind neuerdings von den Paralympics ausgeschlossen. Das geschieht nicht deshalb, weil man sie ausgrenzen wollte, sondern weil ihre Zulassung zu einer Wettbewerbsverzerrung führen würde, die sich daraus ergibt, dass sie in den meisten Fällen keine körperlichen Beeinträchtigungen der Beweglichkeit haben. Alle anderen Teilnehmer werden in sechs verschiedene Kategorien unterteilt, die jeweils Bezug auf ihre konkrete Behinderung nehmen.