Training, Freundschaft und Vertrauen - Sport mit Tieren
Sportliche Wettbewerbe mit Tieren haben schon eine sehr lange Tradition. Dabei braucht man nur an die alten Ritterspiele zu denken, bei denen sich die Reiter mit einer überlangen Lanze gegenseitig aus dem Sattel befördern müssen. In anderen Regionen der Welt veranstaltet man Geschicklichkeitsspiele, bei denen es darum geht, im wilden Ritt eine Beute vom Boden aufzunehmen und dem Schiedsrichter zu übergeben, wie das im fernen Osten beim Buzkashi der Fall ist.
In Europa kennt man eher das Springreiten und das Dressurreiten. Beim Dressurreiten kommt es darauf an, dass Reiter und Pferd verschiedene vorgeschriebene Figuren möglichst präzise absolvieren können. Beim Springreiten müssen Hindernisse überwunden werden, ohne dass eine Stange herunter gerissen wird oder das Pferd mit den Hufen in einem Wassergraben kommt. Darüber hinaus gibt es noch die Pferderennen, wo man übrigens die einzige Möglichkeit findet, bei einem privaten Buchmacher Siegwetten abschließen zu können.
Auch Ballspiele kann man mit Tieren veranstalten. Das typische Beispiel dafür ist Polo, das in Europa und Nordamerika mit Pferden und in Afrika mit Elefanten veranstaltet wird. Auch Elefantenrennen sind genauso denkbar wie Wettläufe von Hunden oder Straußen. Bei den Rennsportarten mit Tieren werden Sportler bevorzugt, die möglichst klein und leicht sind, so das Strauß, Pferd und Co. weniger zu tragen haben und dadurch höhere Geschwindigkeiten erreichen können.
Der Hundesport ist in Deutschland ebenfalls sehr beliebt. Dabei kann man seinen Hund entweder für Hunderennen trainieren oder zusammen mit ihm eine Piste voller Hindernisse akkurat und in kürzester Zeit überwinden. Die Hundekämpfe vergangener Jahrhunderte sind inzwischen mit der Motivation des Tierschutzes verboten worden.
In einigen Regionen der Welt wird auch der Stier zum Sportgerät umfunktioniert. Bullenreiten ist ein Geschicklichkeitssport, bei dem es darum geht, sich so lange wie möglich auf dem Rücken des Tieres halten zu können. Das wird heute oft auch als Partyspaß mit einem Bullen in Maschinenform abgeboten. In Spanien kann man Toreros bewundern, die ihre Reaktionsgeschwindigkeit mit einem Bullen messen.
Hol das Lasso raus, heißt es in Amerika, wo sich aus der alltäglichen Arbeit der Cowboys eine interessante Sportart entwickelt hat, bei der man bestimmte bewegliche oder feste Ziele aus einem schnellen Ritt heraus mit der geworfenen Seilschlinge treffen muss.