Wassersport für Körperbehinderte

Wassersport hat für körperlich eingeschränkte Menschen den Vorteil, dass das Wasser die Arbeit übernimmt, die eigentlich die unteren Extremitäten übernehmen sollten. Das Wasser trägt den menschlichen Körper. Hinzu kommt, dass man durch die Bewegung im warmen Solewasser einige Symptome lindern kann, die beispielsweise durch die Unbeweglichkeit der Beine und die daraus folgende Nichtnutzung der Hüftgelenke entstehen können.

Schwimmen ist eine ganz typische Sportart, die auch ein Mensch ausüben kann, dem ein Bein oder ein Arm fehlt oder bei dem eines dieser Körperteile funktionsunfähig geworden ist. Es soll sogar Schwimmer geben, die ganz ohne Beine auskommen und trotzdem Bestzeiten beim Schwimmen erzielen können.

Auch Rudern und Segeln sind einem körperbehinderten Menschen durchaus möglich. Beides sind Bestandteile der Olympischen Spiele, die im Vierjahresrhythmus eigens für sie ausgerichtet werden. Außerhalb der Wettkämpfe kann sich ein in seiner Bewegung eingeschränkter Mensch aber auch dem Tauchen oder dem Wellensurfen widmen. Er liegt halt auf dem Brett und steuert es durch eine Verlagerung seines gesamten Körpergewichts.

Im einfachsten Fall kann man sich der Wassergymnastik widmen, die in vielen Freizeitbädern von geschulten Mitarbeitern angeboten wird. Anderenorts arbeitet man mit Physiotherapieeinrichtungen zusammen, die in einem regelmäßigen Turnus einen Therapeuten eigens zu diesem Zweck in eines der umliegenden Bäder oder Schwimmhallen abstellen.

Allerdings stehen leider noch nicht an allen Stränden und in allen Schwimmbädern die Hilfsmittel zur Verfügung, die ein behinderter Mensch bräuchte, um sicher ins Wasser und zurück an Land kommen zu können. Hier sollte bei den Betreibern schleunigst ein Umdenken erfolgen und eine Nachrüstung in Auftrag gegeben werden, denn diese Menschen sind eine ständig wachsende und wirtschaftlich nicht zu unterschätzende Nutzergruppe.